NOTES TO Presentation of "A-Level in musician education" title: Musikmatura im BRG Viktring 09 - Prof. Achatz lecturer: Fachinspektor Helmut Achatz date: 08.11.18 author: Lukas Prokop introduction: Helmut Achatz ist Fachinspektor des Faches Musik in Kärnten und Salzburg. Fachinspektoren haben die Funktion ein Verbindungsperson zwischen Schulen und Ministerium zu bilden. Der 8A des BRG Viktrings stattete er einen Besuch und erklärt die neue Form der AHS-Matura im Bereich Musik. Ziele: 1) Instrumentalbeitrag soll genauso bei Musikmatura helfen, wie Musiktheorie-Wissen 2) Zusammenführen von wissenschaftlicher Basis (Musikerziehung) und Praxis (Instrumentalunterricht) 3) Verknüpfendes Wissen soll stärker benotet werden als faktisches Wissen (Schüler soll Querverweise bilden können) Grundlagen: 1) "Erspart hat man sich bisher nichts ... zusätzlich" (weil Schwerpunktfach muss gewählt werden) 2) Spezialthema bei neuer Regelung total unabhängig (früher: Spezialthema musste zum Instrument gehören) 3) Man erspart sich keinen Kernstoff, wenn man versucht alle Themen zusammenzulegen zB Spezialgebiet "Jazz" und Instrumentalvortrag mit Jazzensemble Fragen zu Stück können (vom ME-Lehrer) weitläufig gestellt werden (zB "Verbindungen/Gegensätze zur Klassik") "Schreibt wenig, aber gut" (Achatz zur schriftlichen Matura) Optionen der mündlichen Musikmatura am BRG Viktring: * vertiefend (in ME-Klasse auch ohne Wahlpflichtfachbesuch möglich) * fächerübergreifend * in anderer Sprache, etc. (siehe allgemeine Möglichkeiten bei AHS-Matura) Instrumentalregelung: * Note des Instrumentalbeitrags (von ME- und Instrumental-Lehrer vergeben) nicht einfließen lassen * Note des Instrumentalbeitrags (von ME- und Instrumental-Lehrer vergeben) einfließen lassen * ergänzendes Schwerpunktfach (wenn ME vertiefend gewählt, kann optional diese neue Variante gewählt werden; ersetzt vertiefende Bereiche) Wieso "Instrumentalnote einfließen lassen" empfohlen? "Man spielt 8 Jahre das Instrument an der Schule und dann findet keine Beurteilung statt" (Achatz empfiehlt jedem die Benotung) Weil Differenz zwischen Musiktheorie und Instrumentalunterricht sehr groß Viele sind zwar gut im Instrument, aber schaffe normalen Unterricht nicht Deshalb viele Musik-Abgänger am BRG Viktring Gute Note des Instrumentalbeitrags bessert schlechte Note des ME-Unterrichts aus Instrumentalnote kann ME-Kernstoffnote wesentlich verbessern (realistisch: 2 -> 4) Wenn "Instrumentalnote einfließen lassen" nicht gewählt: Instrumentalbeitrag komplett unwichtig Egal welches Instrument Evtl. auch nur Singen Anzahl der Stücke, etc. auch unwichtig => Künstlerische Freiheit Neue Regelung: bzw. Musik als "ergänzendes Schwerpunktfach" gewählt: "Instrumentalmusik kann als ergänzendes Schwerpunktfach zur Musikerziehung gewählt werden" Ergänzende Schwerpunktfächer an Schule eigentlich nicht üblich zB Wissenschaftliches Fach in anderer Sprache vorgetragen bisher NIEMAND diese Form der Matura gewählt Größter Nachteil: Fachlehrer muss Sprache gut beherrschen Beurteilung der Sprachkompetenz gibt es nicht Bei Instrumentalmusik anders (Beurteilung wird vorgenommen) weil Instrumentallehrer in der Prüfungskommission sitzt => Bei dieser Form von Musikmatura ist Instrumentalbeitrag der Kern der Matura und damit verpflichtend Instrumentalbeitrag ersetzt andere vertiefende Bereiche (siehe vertiefende Matura bei AHS) Vorgehensweise für "Musik als ergänzendes Schwerpunktfach": 1. Mit Instrumentallehrer Erlerntes der letzten 4 Jahre betrachten. Alles ist Maturastoff (Schwerpunkt auf 7. und 8. Klasse) 2. Mit Instrumentallehrer Programm für Matura erstellen (15 Minuten Länge, wobei Niveau indirekt proportional zum Niveau sein muss) 3. Einstudieren der Stücke 4. 1 Stunde vor Matura werden aus dem Programm 2 Stücke selektiert 5. Vortrag des Stücks 6. Zu jedem der beiden Stücke wird eine Frage vom Musik-Lehrer gestellt, die von Instrumental- und ME-Lehrer überlegt wurde 7. Notenvergabe von Instrumentallehrer gemeinsam mit Musik-Lehrer (1 Note) Einzelne Vorschriften: Programm (Repertoire der Instrumentalstücke) Einzelne Stücke mit beliebiger Länge (Gesamtlänge: 15-20 Minuten) zB Satz aus einer Klaviersonate zB Teil aus einem Satz aus einer Klaviersonate 2-3 verschiedene Stile verlangt Frage zu dem Instrumentalstück Zu jedem Stück eine Frage (nicht möglich: Stück #1 vortragen und Frage zu Stück #2 beantworten) kann direkt zum Instrument sein, aber auch zur Epoche oder eben Referenz zu etwas vollkommen unabhängigen (siehe "Grundlagen 3)") Beispiele: Instrumentenkunde, Historik, Formenlehre, Beziehungen zwischen Stilen müssen aus dem Kernstoff der Musikerziehung sein müssen allgemein gehalten werden (nicht ins Detail gehend; siehe "Ziele 3)") zB (Vortrag einer Fuge) Aufbau einer Fuge (Vortrag eines klassischen Klavierstücks) Welche Epochen schließen an die Klassik an? Verwendete Instrumente: Wo Instrument gelernt? [ offizielles Instrument = an Schule angemeldet; im Zeugnis notiert Fachinspektor: keine Vorschriften, aber letztendlich offizielles Instrument gewünscht ME-Lehrer Bleier: Nur offizielles Musikinstrument Mit wem? Begleitung? Begleitung jederzeit erwünscht Auch schulfremde Personen dürfen mitspielen (Zentrum des Vortrags ist trotzdem der Maturant) Jazzensemble? Nicht direkt Jazzensemble, weil in Programm verschiedene Stilrichtungen vorkommen müssen => Instrumentalgruppe Mehrere Instrumente? = Maturant bietet Programm an mit verschiedenen Instrumenten, die er spielt möglich und erwünscht Singen? Proargument: Chorgesang Unterrichtsgegenstand an Schule Kontraargument: Nicht benotet Fazit: Ja, aber auch Instrumentalbeitrag muss im Programm vorhanden sein Keine Playbacks! "Sind Grenzen bei der Leichtigkeit des Stücks gesetzt?" (Schülerin ^^) (nicht direkt - mit Instrumentallehrer abreden) Bei Unklarheiten: Musiklehrer bzw. Fachinspektor kontaktieren Tipps: "Und was das Vorspielen angeht: nicht den Ehrgeiz haben ein Programm zu wählen, welches man gerade zusammenbringt, sondern ein Programm wählen, welches man ganz sicher zusammenbringt" (wegen psychischer Belastung & Nervosität) "Und ein leichtes Programm gut gespielt ist weitaus besser als schweres Programm schlecht gespielt"